“In den Tagen deiner Jugendzeit” Pred 12,1. Teil 4

Glaubensimpuls 287

Wir heirateten, bekamen Kinder. Wir führten die Kinder und Jugendliche in den Glauben ein, den wir in der jeweiligen Glaubensetappe für den wahren und richtigen hielten. Sie nahmen vieles von dem auf was wir ihnen zu Hause und in der Sonntagsschule beibrachten. Ein Jahr später, vielleicht zwei, drei oder mehr Jahre später mussten wir den älteren Kindern oder jungen Erwachsenen behutsam erklären, dass wir dies und das aus diesen und jenen biblischen und geschichtlichen Gründen und Zusammenhängen heute nicht mehr glauben und vertreten könnten. Meistens ist ja damit das Verlassen einer christlichen Glaubensgemeinschaft verbunden, einer Gemeinschaft die den Kindern vertraut war.

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“In den Tagen deiner Jugendzeit” (Pred 12,1). Teil 3

Glaubensimpuls 286

Wir fragen uns: was ist mit dem Glauben unserer Kinder und unserer jungen Erwachsenen? Was haben sie mitbekommen, bzw., was bekommen sie mit, und wie gehen sie damit um, wenn ihre Eltern oder Verantwortlichen ihre angestammte Glaubensgemeinschaft verlassen und mit anderen Menschen neu vorwärtsgehen? Doch lasst uns in diesem Gim zuerst das Vorfeld dazu bestellen. Normalerweise ist es heute noch so, dass jeder Mensch in einen bestimmten Glauben oder in ein bestimmtes Glaubensumfeld hineingeboren und hineinerzogen wird. Darin soll er auch einmal sterben. So ist das von den meisten Religionsgründern geplant und vorgesehen. Das wird den “Schäfchen” seit Menschengedenken eingetrichtert. Bricht ein Mensch irgendwann in seinem Leben aus dem Rahmen der vorgegebenen Glaubenserkenntnis seiner Gemeinschaft aus, dann wird er ausgestossen, es sei denn er geht von selbst. Er gilt als ein vom Glauben abgefallener Mensch. Die meisten wenden ihm den Rücken zu. Wenn sich also jemand – wie das bei den meisten von uns der Fall ist – biblisch weiterentwickelt und sich zu den jeweils erkannten biblischen Zeugnissen und den dazugehörigen geschichtlichen Fakten bekennt, dann kann das gelegentlich unberechenbare Reaktionen auslösen. In manchen Kreisen und Religionen kann das sogar tödlich enden.

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“In den Tagen deiner Jugendzeit” Pred 12,1. Teil 2

Glaubensimpuls 285

Wir sprachen in den letzten Glaubensimpulsen etwas im Zusammenhang von der Macht des Wortes und dem Glauben “in den Tagene deiner Jugendzeit.” Aussagen, die uns daran erinnern wie wichtig es ist von Kindesbeinen an in JaHuWaH und in seine Weisungen hineinzuwachsen, und das gemäss den prophetisch-biblischen Zusammenhängen und Erkenntnissen. Dabei meine ich nicht, dass dabei ein Vorzeigemensch herauskommt, ein perfekter Mensch, sondern ein Mensch der es lernt in seinem Leben eigenständig verantwortungsbereit zu handeln und fähig wird rücksichtsvoll mit dem ihm Anvertrauten umzugehen. Wer von Kindesbeinen an in einer vertieften ungezwungen Art und Weise in das Wesen JaHuWaHs hineinwachsen darf und die Beziehung zu ihm, zu seinen Weisungen und Verheissungen schrittweise aufbauen kann, der ist im Leben sehr gesegnet. Ein solcher Mensch wird ein gesundes Selbstbewusstsein entwickeln können, das sich im Umgang mit den Mitmenschen aufbauend äussern wird. Er wird sich nicht von jedem Windstoss der Meinungen verunsichern und treiben lassen, bleibt auch immer dialogbereit ohne seine Überzeugung aufgeben zu müssen.

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“In den Tagen deiner Jugendzeit” Pred 12,1. Teil 1

Glaubensimpuls 284

Den letzten Gim schloss ich mit der Aufforderung aus dem Buch Kohelet: “Und denke an deinen Schöpfer in den Tagen deiner Jugendzeit, bevor die Tage des Übels kommen und die Jahre herannahen, von denen du sagen wirst: Ich habe kein Gefallen an ihnen!” (Pred 12,1). Dieser Abschnitt gehört zu der ältesten Sammlung der Lehrweisheiten Israels. In den Familien der Patriarchen und der Vorväter gehörte er zur Grundlehre des Lebens. Später gehörte er zur pharisäischen Grundunterweisung in der Beth haKnesset (Synagoge). Diese und andere Lebensweisheiten führen zu einem erfüllten Leben. Die Psalmen untermauern diese Lebensweisheiten.

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Die Macht des Wortes. Teil 3, aus dem Buch Kohelet (Prediger).

Glaubensimpuls 283

Die Worte aus dem Buch Kohelet (aus dem Hebräischen übersetzt: Prediger) gehen zu Herzen. Reiche Erfahrungen im Zusammenhang von Torheit und Weisheit und der Vergänglichkeit des gegenwärtigen irdischen Zeitalters stehen im Zentrum dieser Sammlung. In jeder Generation schöpften Menschen aus dieser Sammlung. Sie schöpften aus dem was ihre Vorväter in vielen Jahrhunderten vor ihnen im Umgang mit dem Schöpfer JaHuWaH und untereinander erfahren hatten. Sie schrieben diese Erfahrungen als einen reichen Schatz fürs Leben nieder. Es ist ein Schatz der nie vergänglich ist. Es ist ein zeitloser Schatz. Er soll vor allem den jungen Menschen jeder Generation als Lebenshilfe weitervermittelt werden. Jede Generation darf und soll sich mit diesem Schatz auseinandersetzen und daraus schöpfen, damit ihr Leben – trotz aller Querelen und Enttäuschungen – gelingen kann. Alles dreht sich um die Beziehung zu JaHuWaH und die damit verbundenen ethisch-moralischen Anweisungen, ohne die kein gesundes Zusammenleben funktionieren kann.

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Die Macht des Wortes. Teil 2

Glaubensimpuls 282

Wir haben im letzten Gim 281 auf zwei wichtige biblische Grundprinzipien hingewiesen. Wir werden erstens aufgefordert uns in unserem Leben mit ganzer Konzentration auf JaHuWaH auszurichten. Das geschieht, wenn wir uns mit dem was er im TaNaCH redet auseinandersetzen. Zweitens: Wer sich in seinem Leben mit ganzer Konzentration auf JaHuWaH, d.h. auf sein Wort ausrichtet, der empfängt seinen Geist. Konkret heisst das, die betreffende Person wird befähigt schrittweise ihr ganzes Vertrauen auf JaHuWaH zu setzen, wie Abraham das tat, der Vater des Vertrauens (Glaubens). Seit Abraham taten das unzählige Menschen, die aber meistens den Zorn der JaHuWaHlosen auf sich zogen.

JaHuWaH redet entsprechend durch seine Propheten: “So spricht JaHuWaH (der HERR): Gesegnet ist der Mensch, der auf JaHuWaH vertraut und dessen Vertrauen JaHuWaH ist! Er wird sein wie ein Baum, der am Wasser gepflanzt ist und am Bach seine Wurzeln ausstreckt und sich nicht fürchtet, wenn die Hitze kommt. Sein Laub ist grün, im Jahr der Dürre ist er unbekümmert, und er hört nicht auf, Frucht zu tragen” (Jer 17,7-8). Das ist ein kraftvoller Zuspruch, eine Verheissung, die jeder in seinem Leben erfahren darf. Darum waren Millionen Juden, deren Leben auf diesem Vertrauen aufgebaut war und die qualvoll der äusseren Vernichtung entgegen gingen – an JaHuWaH nicht irre geworden. Bauen wir täglich an diesem Vertrauen? Bauen wir dieses Vertrauen bewusst und entschieden auf? Wir werden diese Beziehung in Tagen der Herausforderungen besonders benötigen!

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Die Macht des Wortes. Teil 1

Glaubensimpuls 281

Was wir reden löst bei jenen die uns reden hören eine Reaktion aus. Jedes Wort ruft eine Wirkung hervor, so oder so. Manchmal vergessen wir wieder, was geredet worden ist, manchmal schieben wir das Gehörte wieder weg, weil es uns als blödes Gerede vorkommt. Manchmal aber wirkt das was geredet wird, ob viel oder wenig, wie auch immer, auf uns ein und bestimmt für eine Zeit lang unser Leben. Es kann sogar Auswirkungen auf unser ganzes Leben haben, vor allem was uns als Kinder ein-geredet wird. Das beeinflusst und prägt unser Denken wesentlich. Ein Mensch entfaltet sich im Bereich dessen was zu ihm geredet wird. Wir sind uns bewusst, ohne reden, ohne sich mitteilen zu können (Gehörlose) und ohne zu hören (zu verstehen) kann sich kein Mensch entfalten.

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Zum Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust vom 27. Januar 2017 und die internationale Front gegen Israel. Teil 3

Glaubensimpuls 280

In Deutschland ist der 27. Januar, seit 1996, als Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust ein gesetzlich verankerter Gedenktag. Mit der Resolution 60/7 übernahmen die Vereinten Nationen ab 2005 dieses Datum als Gedenktag. Wir lesen im Internet: “Der Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar ist in Deutschland seit 1996 ein bundesweiter, gesetzlich verankerter Gedenktag. Er ist als Jahrestag bezogen auf den 27. Januar 1945, den Tag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau und der beiden anderen Konzentrationslager Auschwitz durch die Rote Armee im letzten Jahr des Zweiten Weltkriegs. Zum Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust wurde der 27. Januar von den Vereinten Nationen im Jahr 2005 erklärt.” (Quelle)

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Zum Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust vom 27. Januar 2017 und die internationale Front gegen Israel in Paris. Teil 2

Glaubensimpuls 279

Lasst uns mit viel Dankbarkeit unsere Betrachtungen und Forschungen zu den geschichtlichen Ereignissen des auserwählten Volkes im Lichte der biblischen Zusammenhänge und Verheissungen fortsetzen. Jede Art von Leid, die dem auserwählten Volk widerfährt, führt letztlich zum Segen, sowohl für den Überrest des auserwählten Volkes als auch für die gesamte Menschheit. Aber auch für jene, die ihre Seele nicht am Leben erhalten konnten. Das ist eine der Grundbotschaften des prophetischen Wortes. Darum spricht und verheisst JaHuWaH: “Siehe, ich habe dich geläutert, doch nicht im Silberschmelzofen; ich habe dich geprüft im Schmelzofen des Elends. Um meinetwillen, um meinetwillen will ich es tun (d.h. werde ich dich aus dem Tode erlösen, wiederherstellen) - denn wie würde mein Name entweiht werden! -, und meine Ehre gebe ich keinem andern. Höre auf mich, Jakob, und Israel, mein Berufener! Ich bin, der da ist, ich der Erste, ich auch der Letzte” (Jes 48,10-12).

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Zum Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust am 27. Januar 2017. Teil 1

Glaubensimpuls 278

Lasst mich über eine Grundüberzeugung des jüdischen Volkes nachsinnen. Der Psalm 91 bietet dazu eine bewährte Basis: “Wer im Schutz (Versteck) des Höchsten wohnt, bleibt im Schatten des Allmächtigen (El Shaddai)” (Ps 91,1). In den Psalmen sind uns jahrtausende Alte und bewährte Zeugnisse des tiefen Vertrauens und der herzlichen Gemeinschaft mit JaHuWaH überliefert. Jeder Bibelleser ist eingeladen, ja wird buchstäblich aufgefordert, dieselben Erfahrungen mit JaHuWaH zu machen. Menschen bleiben immer Menschen. Wenn sich die äusseren Lebensumstände der Menschen über Generationen hin verändern mögen, die äusseren und inneren Grundbedürfnisse des Menschen bleiben immer dieselben. Sie sind von Anfang an vom Schöpfer in seine Geschöpfe hineingelegt worden. Daran ändert sich nichts, durch alle Generationen hindurch.

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